Keine Studentenghettos schaffen

Die Gonsenheimer CDU hat sich verwundert darüber gezeigt, dass die Mainzer Baudezernentin Marianne Grosse (SPD) am Ortsbeirat vorbei den Bau eines Studentenwohnheims auf dem Gonsenheimer Kisselberg in der Presse ankündigt.

„Wir hätten es uns gewünscht, dass Frau Grosse den wenige Tage vor Ihrer Pressemitteilung tagenden Ortsbeirat zuerst über ihre Pläne informiert hätte“, so der stellvertretende CDU-Vorsitzende Nikolaus Poppitz. Die Gonsenheimer CDU stelle sich nun die Frage, ob Frau Grosse mangels Kenntnis über die Grenzen der Gonsenheimer Gemarkung die Information falsch weitergegeben hat. „Wir hatten in Mainz schon einmal eine Dezernentin, die sich geweigert hat, in die Stadt zu ziehen und ihr Amt aus der Entfernung ohne Ortskenntnis führen wollte. Wir hoffen, dass Frau Grosse nicht diesem schlechten Beispiel nacheifert“

In der Tat gibt es aus Sicht der Gonsenheimer CDU erheblichen Beratungsbedarf über das geplante Wohnheim. „Wer ein Studentenwohnheim weitab von den nächsten Nahversorgungseinrichtungen in ein Gewerbegebiet stellen will, schiebt eine der wichtigsten Bevölkerungsgruppen der Stadt ins Ghetto ab“, kritisiert Poppitz, der in seiner Studienzeit viele Jahre in der Mainzer Studentenvertretung aktiv war. Es zeuge auch nicht von einer zielführenden Flächenbevorratung durch das Baudezernat, wenn für die Abschiebung von Studenten aus dem Stadtbereich ins Gewerbegebiet ausgerechnet Flächen geopfert werden, die nach dem gültigen Flächennutzungsplan unter anderem für Firmen-Ausgründungen aus dem Wissenschaftsbetrieb vorgehalten werden sollen, ergänzt Gonsenheims CDU-Vorsitzender Klaus Bernhard Hofmann.

„Wir finden es unerträglich, wenn am Wissenschaftsstandort Mainz die Interessen der Studenten und der Wissenschaft von der Baudezernentin gegeneinander ausgespielt werden“, so die beiden CDU-Politiker.

Nikolaus Poppitz

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