Kleine Denkmale für seltene Pflnazen

Federgras, Steppenfenchel, Faserschirm oder Sandveilchen – All dies sind sehr seltene Pflanzen, die sich im Naturschutzgebiet Großer Sand in Gonsenheim wiederfinden. Im Gonsenheimer Ortsbeirat hat die CDU nun gefordert, diesen Pflanzen kleine Denkmale zu setzen: Als Straßennamen im Neubaugebiet auf dem bisherigen Baseballplatz.

Das Naturschutzgebiet Großer Sand zeichnet sich durch eine typische Steppenvegetation aus, wie sie in Mittel-europa nur selten vorkommt. Viele der Pflanzen in diesem Gebiet stehen auf der Roten Liste. Sie sind akut gefährdet – auch im hiesigen Naturschutzgebiet. Der für die Steppe untypische Nährstoffeintrag durch die Nutzung als Naherholungsgebiet machen der Steppenvege-tation das Leben schwer.

An die bedrohten Pflanzen wollte der Gonsenheimer Ortsbeirat schon vor fünf Jahren mit Straßenbenennungen erinnern. Auf den damaligen Antrag der Grünen hin beschloss der Ortsbeirat einstimmig, die Straßen des Neubaugebietes Gonsbachterrassen einheitlich nach Flora und Fauna des Großen Sandes zu benennen. Damals war das Ansinnen des Ortsbeirates am Widerstand der Stadtwerke gescheitert. Sie hielten Namen wie „Federgrasweg“ u. a. wegen ihrer Länge für nicht vermarkt-bar. Statt dessen tragen die Namen des Gebietes heute auf Vorschlag der Stadtverwaltung Personennamen, die deutlich länger sind, als die damaligen Namens-vorschläge des Ortsbeirates.

Mit Bezug auf seinen früheren Beschluss hat der Ortsbeirat Gonsenheim – diesmal auf Antrag der CDU – einstimmig beschlossen, dass die Flora des Großen Sandes nun im benachbarten Neubaugebiet verewigt werden soll – in unmittelbarer Nähe der heutigen Straße „An der Sandflora“.

Nikolaus Poppitz

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