Weserstraße chronisch überlastet

Seit vielen Jahren wächst Gonsenheim immer weiter. Doch die Kapazität der Gonsenheimer Straßen kann kaum mehr mithalten. „Wir brauchen eine ausreichende Infrastruktur für unseren wachsenden Ort.“ Davon ist der Gonsenheimer CDU-Vorsitzende Klaus Hofmann überzeugt.

Gerade die Weserstraße aber zeigt, welche Probleme man bekommt, wenn durch die gewachsene Baustruktur eines Ortes eine Durchgangsstraße gelegt wird.

„In der Küche wird es dunkel und der Radioempfang ist gestört.“ So eindrücklich beschreibt Marion Lehr, was sie tagein tagaus vor ihrem Haus erlebt: LKW im Stau auf der Weserstraße. Sie war mit einer Reihe weiterer Stauopfer zur Informationsveranstaltung der Gonsenheimer CDU gekommen. Deren Ortsbeiräte wollen sich mit der Situation auf der wichtigsten Nord-Süd-Achse des Ortes nicht länger abfinden.

Seitdem die Weserstraße zur Verbindungsachse von Mombach bis zum Lerchenberg ausgebaut worden ist, nimmt der Verkehr ständig zu. Im Laufe der Zeit haben 3000 neue Einwohner entlag der Weserstraße eine Zuhause gefunden. Und es werden noch immer mehr, denn jetzt kommt der Verkehr aus den Gonsbachterrassen noch dazu. Und von der unteren Weserstraße aus soll einen neue Siedlung auf dem Gleisberg angebunden werden.

Eine ganze Reihe von Vorschlägen zählte der stellvertretende CDU-Vorsitzende Nikolaus Poppitz bei der Informationsveranstaltung seiner Partei auf. „Das sind alles kleine Maßnahmen, die die Kapazitäten der Kreuzungen ein wenig erhöhen sollen,“ so Poppitz. „Wenn jede einzelne Maßnahme dazu führt, dass jeweils ein paar Autos mehr durch die Grünphasen kommen, haben wir schon viel erreicht, um den Verkehr wieder flüssig zu machen.“ Wichtig dabei sei aber, dass man nur den Abfluss aus der Weserstraße beschleunigt. „Die Zahl der hereinströmenden Fahrzeuge darf sich nicht erhöhen, sonst haben wir hinterher den gleichen Stau nur auf höherem Niveau.“

So schlägt die Gonsenheimer CDU zum Beispiel vor, schon auf dem Abhang zur Mainzer Straße hin eine zweite Fahrspur einzurichten, damit die Fahrzeuge an der Ampel schneller abfließen können. Verkehrsdezernent Wolfgang Reichel habe bereits zugesagt, diese Idee aufzunehmen.

Für die chronisch überlastete Kreuzung Weserstraße/Elbestraße schlägt die CDU die Verlegung des Fußgängerüberweges vor. „Vor der Sanierung der nördlichen Weserstraße gab es dort eine unechte Rechtsabbiegerspur – so wie heute noch in der entgegengesetzten Richtung,“ erklärte Poppitz der Versammlung. Durch den Wegfall der Spur verursachten heute die wenigen Rechts-abbieger einen langen Rückstau, wenn Fußgänger die Straße passieren. Würde man den Fußgängerüberweg nur wenige Meter verschieben, könnten abbiegende Fahrzeuge so weit in die Kreuzung einfahren, dass der Geradeausverkehr unbehindert fließen kann. Auch dieser Vorschlag wird bereits im Verkehrsdezernat geprüft.

Noch bessere Kunde hatte Poppitz für die Kreuzung Weserstraße/An der Krimm. Hier hatte der Ortsbeirat immer wieder eine Umgestaltung gefordert, um den Verkehrsfluss zu verbessern. Vor allem, wenn morgens die Berufstätigen aus dem Gebiet Elsa-Brändström-Straße zur Arbeit fahren, ist diese Kreuzung heillos überlastet. Hier hat die Verwaltung schnell reagiert. Noch kurz vor Weihnachten hatte Verkehrsdezernent Wolfgang Reichel dem Ortsbeirat mitgeteilt, dass aus Mitteln des Anti-Stau-Programms die Kreuzung optimiert werden solle. Durch Veränderungen von Spurführung und Ampelschaltung und den Bau einer Dreiecksinsel sollen sowohl die Überquerung der Straße für Fußgänger erleichtert als auch der morgendliche Stau aufgelöst werden.

Nikolaus Poppitz

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