Studentisches Wohnen ortsnah schaffen

CDU: Kein Wohnheim im Gewerbegebiet

In der Sitzung des Mainzer Stadtrates am Mittwoch wird auch die Änderung des Bebauungsplanes für den Kisselberg beraten. Die Gonsenheimer CDU fürchtet, dass dabei Baurecht für ein Studenten­wohnheim beschlossen werden könnte, über das die Presse bereits Anfang Dezember berichtet hatte. 

Damals wurde bekannt, dass ein Investor eine Wohnanlage für Studenten im dortigen Gewerbe­gebiet schaffen wolle, das zum Ortsbezirk Gonsenheim gehört. Die Gonsenheimer Christ­demokraten sehen das kritisch: „Es ist einer ‚Stadt der Wissenschaft‘ nicht würdig, ihre Studenten ins Ghetto im Gewerbegebiet abzuschieben“, so der stellvertretende CDU-Vorsitzende Nikolaus Poppitz.  Am Kisselberg sei keinerlei Infrastruktur für eine Wohnbebauung vorhanden. Der nächste Einkaufs­markt liege fast einen Kilometer entfernt und sei direkt weder mit dem Auto noch mit dem ÖPNV zu erreichen. „Ich frage mich, ob irgendeiner der Planer jemals im Sommer einen Wasserkasten einen Kilometer weit geschleppt hat“, so Poppitz. Gewerbegebiete seien nun mal nicht zum Wohnen gemacht.

Außerdem sei das Gebiet nur durch eine einzige Buslinie erschlossen, die zudem abends und an Wochenenden nicht verkehrt. „Die Studenten, die dort wohnen, werden sich bedanken, dass sie zwar mit ihren Studiengebühren ein Semesterticket bezahlen müssen, aber wenn sie abends aus der Stadt nach Hause wollen, müssen sie ein Taxi nehmen, weil der Bus nicht mehr fährt“.
 
„Wir freuen uns über jeden, der zum Studium nach Mainz kommt“, ergänzt der Gonsenheimer CDU-Fraktionssprecher Mathias Huber. „Deswegen müssen wir für unsere Studenten vernünftige Wohnsituationen schaffen.“ Huber verweist darauf, dass die Gonsenheimer CDU erst vor kurzem angeregt hatte, das geplante Gonsenheimer Gleisbergzentrum für Studenten zu öffnen. „Wir wollen die Studenten in das Leben in der Stadt integrieren statt sie an den Stadtrand abzuschieben“, so Huber.

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