Phantom-Autos

CDU Gonsenheim: Verkehsdaten unplausibel

Die Gonsenheimer CDU übt Kritik an den Verkehrsdaten, die dem Ortsbeirat kürzlich vorgelegt worden sind. „Unsere Auswertung der Daten zeigt, dass sie nicht geeignet sind, die tatsächlichen  Verkehrsverhältnisse in Gonsenheim darzustellen“, so der Verkerhrsexperte der Gonsenheimer CDU, Nikolaus Poppitz. Die Verwaltung rechne sich die Welt schön, wenn sie behaupte, trotz 20% gestiegener Bevölkerung habe der Verkehr im Ort nicht zugenommen. Wer an der Weserstraße lebt, weiß anderes zu berichten.

Poppitz zeigt an einem einfachen Beispiel, wie trügerisch die Zahlen der Verwaltung sind: Seit Errichtung der Wohngebäude auf dem ehemaligen amerikanischen Kasernengelände wird gemessen, dass aus den Ausfahrten Sophie-Grosch-Straße und Bgm.-Alexander-Str. täglich rund 3500 Fahrzeuge in die Wesesrtaße einfahren. An den benachbarten Zählpunkten in der Weserstraße kommen diese Fahrzeuge allerdings nicht an. Dort soll der Verkehr nicht zugenommen haben.

Die Gonsenheimer CDU-Ortsbeiräte fragen im Vorfeld der nächsten Ortsbeiratssitzung deswegen die Verwaltung, wie sie das  Verschwinden dieser Phantom-Autos erklären kann. Für die Christdemokraten ist die Erklärung naheliegend: Die Weserstraße ist schon seit 15 Jahre so überlastet, dass sie keinen weiteren  Verkehr mehr aufnehmen kann. Die Fahrzeugzahlen blieben deswegen konstant, weil am Knoten  Weserstraße/Elbestraße gerade im Berufsverkehr ohnehin ständig Dauerstau herrsche.

Bereits vor mehreren Jahren hat die CDU Gonsenheim mit dem damaligen Verkehrsdezernenten Wolfgang Reichel (CDU) einen Maßnahmenkatalog besprochen, um den Verkehr auf der Gonsenheimer Nord-Süd-Achse flüssiger zu machen. „Keine dieser teils schon beschlossenen Maßnahmen wurde von Reichels grüner Amtsnachfolgerin umgesetzt“, so Poppitz. Dabei gehe es bei vielen Änderungen nicht um große Investitionen, sondern um kleine Verbesserungen, die Hindernisse aus dem Verkehrsfluss beseitigen.

Der Ortsbeirat werde von Sitzung zu Sitzung vertröstet. „Wir haben das Gefühl, dass im Stadtvorstand der politische Wille fehlt, hier Verbesserungen umzusetzen“, meint Poppitz. Statt dessen biege die Verwaltung ihre Statistiken zurecht, um ihre Untätigkeit zu  rechtfertigen. Die Politik des Verkehrsdezernates scheine von einer Ideologie geleitet zu sein, für die Verkehrsbehinderungen auf dem Rücken der Anwohner ein geeignetes Mittel sind, um das Ziel einer autofreien Innenstadt zu erreichen. „Es ist geradezu zynisch, wenn die Verwaltung es als Erfolg verkauft, dass auf einer fortdauernd  total überlasteten Straße keine weitere Verkehrszunahme mehr möglich ist“, so Poppitz.

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