Absiedlungspolitik

Wenn’s nicht so traurig wär, müsste man eigentlich lachen – über die Clown-Schule auf dem Layenhof. Jetzt geht sie dahin, auf die andere Rheinseite. Warum mich das überhaupt interessiert, wo doch der Layenhof bekanntermaßen zu Finthen gehört?

Weil es wieder ein kleiner Baustein ist, an dessen Beispiel sich die ganze Misere der Stadt Mainz erkennen lässt. Wenn man sich nicht um die heimische Wirtschaft kümmert, wandert sie ab.

Die Bilanz der letzten Jahre:

  • Ingelheimer Aue: Das letzte Mainzer Industriegebiet wird mit Wohnbebauung umzingelt, die jede Entwicklung der dortigen Betriebe blockiert. In der Nähe von Wohngebieten ist keine neue Anlage mehr genehmigungsfähig. So stirbt das Industriegebiet mit der Zeit aus.
  • Geodis: Ausgewandert nach Oppenheim
  • „Öko-Gewerbepark“ Hechtsheim: GLOBUS vertrieben. Der zahlt jetzt auf der anderen Rheinseite seine Steuern
  • AZ-Zeitungsdruckerei: Verlegt nach Rüsselsheim
  • juwi: Durfte keine Windrad-Modelle in Ebersheim aufstellen. Die Steuermillionen flißen jetzt in die Kassen des Umlandes.
  • Mogat-Werke: Gerade noch Glück gehabt: Sie düfen bleiben.
  • Laubenheimer Höhe: Kalkabbau gestoppt. Zementwerk geschlossen. Mainz jubelt!
  • Kisselberg: Matsushita-Ansiedlung verhindert. Im Gewerbegebiet werden jetzt Studentenwohnehime gebaut.
  • Obersadt/Weisenau: IBM fortgezogen

Für alle, die es immer noch nicht begreifen, noch einmal in Klartext: Wenn man alle Steuerzahler ziehen lässt, braucht man sich über das Loch in der Kasse nicht zu wundern. Und das Erstaunlichste dabei: Wir haben seit Jahrzehnten nur Wirtschaftsdezernenten der FDP.

Über Nikolaus Poppitz

Stellvertretender Vorsitzender der CDU Gonsenheim, CDA-Kreisvorsitzender, Mitglied des Ortsbeirates Gonsenheim
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