Das Kind im Brunnen

Es ist nicht zu fassen: Da fordert der Ortsbeirat die Verwaltung auf, sich rechtzeitig Maßnahmen zu überlegen, wie der Verkehr in Gonsenheim geleitet werden soll, wenn während der Autobahnbaustellen auf der A 60 und der A 643 rund um Gonsenheim alle Fahrzeuge im Stau stehen und der Schleichverkehr in den Ort drückt.

(https://gunsenum.wordpress.com/2012/05/22/autobahnausbau/)

Und was antwortet Verkehrsdezernentin Eder (Grüne)? Sie könne nunmal keine Entlastungsstraßen bauen und für den Stau auf der Autobahn sei das Land zuständig. Wenn nötig, könne man ja „verkehrssteuernde Maßnahmen“ ergreifen.

Wenn nötig? Das heißt ja wohl, genau solche Verkehrssteuernden Maßnahmen, wie der Ortsbeirat gefordert hat, will sie erst überlegen, wenn der Verkehr in Gonsenheim bereits zusammengebrochen ist.

Die Stadtspitze will also warten, bis das Kind in den Brunnen gefallen ist, anstatt zuvor rechtzeitig nach Lösungen zu suchen. Von der Koblenzer Straße wissen wir ja, dass das Anpassen von Ampelschaltungen mehrere Jahre benötigt. So lange darf Gonsenheim nicht im Schleichverkehr ersticken.

Über Nikolaus Poppitz

Stellvertretender Vorsitzender der CDU Gonsenheim, CDA-Kreisvorsitzender, Mitglied des Ortsbeirates Gonsenheim
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