A643: Chancen für eine vernünftige Kompromißlösung steigen

CDU Gonsenheim sieht sich bestätigt

In der Diskussion über den Ausbau der A 643 durch das Naturschutzgebiet Großer Sand sieht sich die Gonsenheimer CDU in ihrer Position bestätigt. Die CDU hatte seit längerem gefordert, nach einem Kompromiß zwischen Biotopschutz, Lärmschutz und notwendigen Infrastrukturmaßnahmen zu suchen. „Das jetzt der Landesregierung vorliegende Gutachten zur den Eingriffen in das Schutzgebiet zeigt uns, dass solche Kompromisse möglich sind“, sagt der Vorsitzende der CDU-Fraktion im Gonsenheimer Ortsbeirat Mathias Huber. Insbesondere habe sich gezeigt, dass die Diskussion über 6 oder 4 Fahrspuren nicht zielführend ist. Denn aus dem Gutachten gehe hervor, dass sich die Vernichtung schützenswerter Flächen auf der ganzen 1800 Meter langen Strecke um weniger als 400 Quadratmeter unterscheidet. Die „Horrorzahlen“ von der Vernichtung schützenswerter Flächen in der Größe von etlichen Fußballfeldern bei sechs statt vier Fahrspuren seien damit vom Tisch, meint Huber. Das Gutachten stützt die Position der Gonsenheimer CDU, die immer darauf hingewiesen hatte, dass auch bei 4+2 seitlich Beschleunigungs- und Verzögerungsstreifen angebaut werden müssten. Deswegen besteht auf dem überwiegenden Teil der Strecke bei der Breite der Autobahn gar kein Unterschied zwischen den beiden Ausbauvarianten.

„Unter diesen Bedingungen ist es nicht einzusehen, warum den Menschen der Schutz vor dem Autobahnlärm vorenthalten werden sollte, der bei der 4+2-Lösung fraglich ist“, findet Gonsenheims Ortsvorsteherin Sabine Flegel (CDU). „Wir Mainzer kämpfen an allen Fronten gegen die Verlärmung unserer Wohngebiete: Was für die von Flug- und Bahnlärm Geplagten in unserer Stadt gilt, muss auch für die Opfer des Autobahnlärms gelten: Lärm macht krank. Deswegen müssen die Menschen so gut wie möglich davor geschützt werden.“

Zwischen den beiden Radikallösungen (6+2-Vollausbau und 4+2 samt Standstreifenaktivierung) gebe es schließlich noch das „Gonsenheimer Modell“, führt der CDU-Vorsitzende von Gonsenheim, Bernhard Stähler weiter aus. „Das neue Gutachten berücksichtigt bereits unsere Forderung nach einem schmaleren Mittelstreifen.“ Wenn jetzt noch die vorgeschlagene Verschmälerung der Fahrspuren nach dem Vorbild der Weisenauer Brücke hinzukäme, so könnte sich das „Gonsenheimer Modell“ als biotop-freundlichste Lösung herausstellen. Angesichts der voranschreitenden Bauaktivitäten auf hessischer Seite, sollte es nun zügig zu vernunftgetragenen Lösungen kommen. „Wichtiger Biotopschutz, geförderte Lärmreduzierung und notwendige Infrastrukturmaßnahmen sind miteinander vereinbar, eigentlich ein Grund zur Freude!“, so resümiert Bernhard Stähler die Ergebnisse des neuen Gutachtens.

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