Umfrage zum Kisselberg-Wohnheim bestätigt CDU-Kritik

Auf Bitten des Ortsbeirates hat die Wohnheimvertretung des neuen Studentenwohnheims Kisselberg die Zufriedenheit mit der Wohnsituation geschildert. Dabei kommt zu Tage, dass genau diejenigen Kritikpunkte, die die CDU schon in der Planungsphase an dem Bauvorhaben geäußert hatte, nun auch die Bewohner belasten.

Nikolaus Poppitz

Nikolaus Poppitz
Stellv. CDU-Vorsitzender

Die CDU hatte seinerzeit darauf gedrungen, dass eine Wohnbebauung in einem Gewerbegebiet nicht ohne flankierende städtebauliche Maßnahmen umzusetzen sei (und vorgeschlagen, das Wohnheim besser an einem Standort zu erreichten, der näher an bestehender Wohnbebauung liegt).
„Heute müssen wir feststellen, dass wieder einmal genau das eingetreten ist, was die Gonsenheimer CDU vorhergesagt hatte, aber vom Stadtvorstand in grenzenloser Arroganz ignoriert worden war“, kritisiert der stellv. CDU-Vorsitzende Nikolaus Poppitz.  „Wir hatten seinerzeit gefordert, dass die Möglichkeit für Kleingewerbe in diesem Gebiet geschaffen werden müsse, dass die Verkehrsanbindung für den PKW-Verkehr und den ÖPNV ertüchtigt werden müsse und dass vermieden werden müsse, dass das abgelegenen Gelände sich nachts in einen unsicheren Ort für Frauen verwandle.“ Genau das sind die Hauptkritikpunkte der heutigen Bewohner am Kisselberg.

Dass die Nähe zur Universität von den Bewohnern als entscheidender Vorteil gesehen wird, dürfe nicht dazu führen, das man vor den Nachteilen die Augen verschließt. Die CDU Gonsenheim werde nicht locker lassen, bis die öffentliche Infrastruktur am Kisselberg so weit aufgebaut ist, wie es für ein Wohngebiet mit knapp 1000 Einwohnern erforderlich ist.

Und hier unseren früheren Stellungnahmen zur Planung am Kisselberg:

Kein Studentenghetto schaffen! (26.08.2010)
Billiges Wohnen zweifelhaft (15.08.2011)

Kein Wohnheim ohne Infrastruktur möglich (18.10.2011)
Wohnheimbau: Stadt ignoriert Vorschläge der CDU für schnellere Lösungen (21.10.2011)
Studentisches Wohnen ortsnah schaffen (12.11.2011)
Was verschweigt die Baudezernentin? (28.11.2011)
Interessenkonflikte behindern Wohnheimbau (31.01.2012)
Weitere Grundstücke für Wohnheimbau prüfen (05.03.2012)
Kisselberg: Arbeiten und leben (15.05.2014)
Kisselberg: Fehlplanungen berichtigen (05.06.2014)

Über Nikolaus Poppitz

Stellvertretender Vorsitzender der CDU Gonsenheim, CDA-Kreisvorsitzender, Mitglied des Ortsbeirates Gonsenheim
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