Verkehrsinfarkt mit Ansage

Stadt ignoriert Weserstraße seit Jahren

Der alltägliche Stau in Gonsenheim.

Der alltägliche Stau in Gonsenheim.

„Die Stauproblematik in der Weserstraße ist hausgemacht, davon ist der verkehrspolitische Sprecher der Gonsenheimer CDU, Nikolaus Poppitz, überzeugt.  Schließlich habe der Ortsbeirat schon wiederholt auf die Überlastung dieser wichtigen Nord-Süd-Achse hingewiesen, die durch die Bebauung des alten Kasernengeländes heute ein Vielfaches an Quell- und Zielverkehr gegenüber früher aufnehmen muss. Dadurch sei eine Auslastung geschaffen worden, die keinen zusätzlichen Schleichverkehr mehr aufnehmen könne, so Poppitz. Deswegen habe der Ortsbeirat auf Antrag der CDU bereits im Jahr 2012 einstimmig beschlossen, dass die Stadt für die Zeit der Bauarbeiten an der Schiersteiner Brücke ein Verkehrskonzept für Gonsenheim entwickeln möge, mit dem der Verkehr im Ort flüssig gehalten werden soll.

Es könne nicht Aufgabe der Gonsenheimer Ortspolitik sein, solche Verkehrsströme zu analysieren und zu lenken. „Dieses Ansinnen hat Frau Eder damals als völlig unnötig zurückgewiesen““ berichtet Poppitz und zitiert wörtlich aus der Antwort der Beigeordneten. Die hatte damals geschrieben: “Wenngleich Schleichverkehre (die auch heute schon bei Verkehrsstauungen stattfinden) nicht ausgeschlossen werden können, geht die Verwaltung davon aus, dass die Effekte infolge des Brückenneubaus begrenzt sein werden.“  [Stadtrats-Drucksache 1112/2012] Für Gonsenheim war diese Ignoranz schon damals ein Schlag ins Gesicht, sagt Poppitz heute.

Und wieder einmal zeigt sich, dass der Stadtvorstand nichts getan hat, außer Probleme schönzureden und die Augen davor einfach zu verschließen. Dabei gibt es durchaus Möglichkeiten, den Verkehr auf der Weserstraße zu entzerren. Bereits Ende 2010 hatte der Ortsbeirat – ebenfalls auf Antrag der CDU – einen Katalog von 12 Einzelmaßnahmen zur Verbesserung des Verkehrsflusses auf der Weserstraße vorgelegt. Umgesetzt wurde von Frau Eder davon bislang eine einzige. Statt dessen droht in Kürze ein neues Nadelöhr, wenn das Wohnprojekt „An den Reben“ fertiggestellt ist und die Bewohner auf der Weserstraße zum Linksabbiegen in ihre Tiefgarage halten müssen. Auch hier verschleppt die Stadt jede Planung für die erforderliche Linksabbiegespur.

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