Aufnahmeeinrichtung Housing Area: Ohne Umbau Ideal für Familien

Angetan vom Zustand und Zuschnitt der ehemals amerikanischen Wohnungen auf dem Gebiet der Housing Area an der Finther Landstraße zeigten sich der Gonsenheimer CDU-Vorsitzende Fritz-Bernhard Stähler und der deren Fraktionssprecher Mathias Huber, nachdem sie gemeinsam mit Vertretern der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA), der neuen Eigentümerin der Liegenschaft, die Anlage besichtigt hatten. Die Wohnungen mit 3-4 Zimmern auf 120 bis 140 m² sind hell, verfügen über gut ausgestattete Küchen, ordentliche Bäder und Einbauschränke, sind also eigentlich bezugsbereit. „Diese Wohnungen sind geradezu ideal für die langfristige Unterbringung von bewilligten Asylantenfamilien. Zusammen mit den kommenden Bundesbediensteten wird das hier ein quirliges und integrationsfähiges Quartier mitten in Gonsenheim“, so Fritz-Bernhard Stähler.

Zimmerflucht in einer Wohnung der Housing-Area (Foto: F-B. Stähler)

Zimmerflucht in einer Wohnung der Housing-Area (Foto: F-B. Stähler)

Die BImA hatte angekündigt, der Stadt Mainz für fünf Jahre fünf der elf Mehrfamilienhäuser zur Flüchtlingsbeherbergung mietfrei zu überlassen. In die anderen sechs Blöcke sollen zeitnah Bundesbedienstete und Gonsenheimer Bürger einziehen. Aufgrund des guten Zustandes gibt es Überlegungen in der Behörde, von ihren bisherigen Renovierungsplänen abzurücken.
Anders hingegen die Stadt Mainz, die vor dem Einzug der Flüchtlinge ca. 1,3 Millionen Euro investieren will. „Was hat die Stadt denn vor? Hat sich Herr Merkator überhaupt mal die Wohnungen angeschaut?“, fragt sich Mathias Huber. Angesichts der hochwertigen Ausstattung, könne man doch nicht zusätzliche Wände einziehen, um viele kleine Zimmerchen zu basteln und dabei vorhandene Substanz zerstören. . Hierdurch entstünden nur Flure und Verkehrsflächen, um die Zimmer zu verbinden, echter Wohnraum würde dadurch aber eher vernichtet.

Anknüpfend an das Modell des „Gonsenheimer Generationenpark“ ergänzt Stähler: „Auf dieses grüne Areal mit Spielplatz gehören Familien mit Kindern und zwar solche, die eine dauerhafte Perspektive in Deutschland haben. Will die Stadt in fünf Jahren wieder mindestens 1,3 Millionen Euro investieren, wenn die Mietzeit endet und alles in den ursprünglichen Zustand versetzt werden muss?“. Es sei doch viel sinnvoller, wenn die Stadt die knapp 3 Millionen Euro in ein neues, bedarfsgerechtes Gebäude auf städtischem Grund investiere.

Über die in der AZ vom Mittwoch wiedergegebenen Äußerungen seiner Kollegen im Gonsenheimer Ortsbeirat Christine Zimmer und Sylvia Köbler-Groß zeigte sich Huber empört: “Ich erlebe meine Gonsenheimer Mitbürger nicht als fremdenfeindlich. Diese Versammlung war für die Anwohner der Housing Area gedacht, gerade damit Ängste und Fragen artikuliert werden können. Wenn anschließend zwei Kommunalpolitikerinnen hieraus politisches Kapital schlagen wollen, so schadet dies letztlich der großen Aufgabe, die Flüchtlinge möglichst gut unterzubringen und zu integrieren.“  Es gäbe, so ergänzt Fritz-Bernhard Stähler, genug in der Stadt Mainz und in Rheinland-Pfalz zu tun, wo die Parteifreunde dieser beiden Damen in der Verantwortung stünden. „Insbesondere die Gonsenheimer Grünen sollten sich was schämen, wo sie gerade in den letzten Tagen erst den iranisch-stämmigen Landtagsabgeordneten Dr. Rahim Schmidt wegen mangelhafter Integration in der Partei als Mitglied verloren haben.“

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