A 643-Stau: Stadt hat fünf Jahre verschlafen

Manchmal kann man durchaus dankbar sein für Initiativen des politischen Konkurrenten, vor allem, wenn sie unbeabsichtigt alte Versäumnisse der Stadtspitze wieder zu tage fördern. So war der SPD-Antrag im Ortsbeirat am gestrigen Dienstag, der „frühzeitig entsprechende verkehrliche Vorkehrungen“ für die Verkehrsbelastung bei den weiteren Bauarbeiten an der A 643 fordert, der Anlass, wieder einmal in die alten Ortsbeiratsakten zu schauen. Da war doch was…

Verkehrsinfarkt Gonsenheim

Richtig: Den gleichen Antrag hatte die CDU-Fraktion bereits vor fast genau fünf Jahren schon einmal gestellt. (Antragstext hier) Damals wiesen wir darauf hin, dass durch die Baustelle mit erhöhtem Verkehrsaufkommen in Gonsenheim zu rechnen sei.

Interessanter als der damals übrigens einstimmig angenommene Antrag ist aber im Rückblick die Antwort der grünen Verkehrsdezernentin. Sie wollte sich mit diesem Anliegen nicht befassen und meinte, es würde ja genügen, ggf. einige Ampelschaltungen anzupassen. (Wie lange das dauert, wissen wir ja von der Koblenzer Straße…)

Eder schrieb damals in ihrem Sachstandsbericht (hier erhältlich als externer Link zur Stadt Mainz)

  • während der gesamten Bauphase werde ein 4-spuriger Verkehr auf der Autobahn aufrecht erhalten.
  • Die Anschlussstelle Mombach bliebe während der Bauzeit grundsätzlich offen
  • Größere Verkehrsbehinderungen seien längerfristig nicht zu erwarten.

Die Übereinstimmung mit der Realität kann man ja nun täglich sehen. Mal sehen, ob das Verkehrsdezernat mehrere Jahre, nachdem das Kind in den Brunnen gefallen ist, jetzt reagiert, wenn der Antrag von der „richtigen“ Fraktion stammt.

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Über Nikolaus Poppitz

Stellvertretender Vorsitzender der CDU Gonsenheim, CDA-Kreisvorsitzender, Mitglied des Ortsbeirates Gonsenheim
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